Sekt Secco und Champagner
Die wichtigsten Schaumweine im Überblick
Aus Spanien der gern getrunkene Cava. Hier gibt es drei Qualitätsstufen zu unterscheiden. Der Standard, genannt Cava liegt 9 Monate zum reifen in der Flasche, die zweite Ausbaustufe haben wir beim Cava Reserva (15 Monate Reifezeit) und die logische dritte beim Cava Gran Reserva (30 Monate). Der Cava stammt fast ausschließlich aus der Region Penedés, das liegt etwas westlich von Barcelona. Den Cava sollte man tatsächlich eiskalt servieren, so entfaltet er doch am besten seine fruchtigen Aromen wie beispielsweise Quitte, Birne oder gar Mandel.
Champagner muss nicht unbedingt auf dem Siegerpodest dem unterlegnen Kollegen in den Nacken gekippt werden, man kann Ihn auch ganz gut trinken. Kostet ja immerhin auch ein paar Euros. Aber das hat auch seinen Grund, wird doch jede einzelne Flasche gerüttelt (mechanisch oder tatsächlich noch von Hand) und die Reben per obligatorischer Handlese eingeholt. Als Rebsorten werden nur 3 verwendet, die man auch in Deutschland gut kennt: Zum einen die weiße Rebsorte Chardonnay und die beiden roten (ja, richtig gelesen: rote) Pinot Noir (Spätburgunder) und Pinot Meuinier (Schwarzriesling). Erlaubt wären noch weitere (bspw.: Grauburgunder, Weißburgunder oder Petit Meslier), diese sind aber aufgrund der Reblauskrise fast verschwunden. Mehrheitlich besteht der Champagner aus weiß gekelterten roten Trauben, also ein Blanc de Noir. Ist nur der Chardonnay verarbeitet haben wir einen Blanc de Blanc. Geschmacklich haben wir eine große Bandbreite, wie beispielsweise Zitrusfrüchte, Pfirsich oder Mandel. Servieren sollte man Ihn wie alle Schaumweine eiskalt, was natürlich auch wieder ermuntert dem gegenüber einen Schluck in den Nacken zu kippen. Aber probiert Ihn vorher zumindest.
Prosecco wird ausschließlich in Italien angebaut, genauer im Friaul und in Venetien. Die Perlweine dürfen die DOC-Appellation tragen, Prosecco aus den Anbaugebieten Conegliano, Valdobbiadene und Asolo gar die hochwertigere DOCG-Appelation. Bis Ende 2009 hieß die Rebsorte des Prosecco „Prosecco“, wurde aber durch div. Verordnungen umbenannt in die Rebsorte Glera. (Dafür ist Prosecco jetzt eine Herkunftsbezeichnung) Glera findet sich auch fast ausschließlich im Prosecco wieder, kaum eine Traube schafft es in einen Stillwein (und wenn doch, kaum über die Landesgrenze Italiens). Geschmacklich liegen wir hier Frucht- und Säurebetont beim grünen Apfel, Birne und Honigmelone.
Stammtischinfos:
Trockener Sekt ist nicht automatisch trocken, die Kohlensäure in Ihrem Schaumwein weiß nur zu gut, wie man die Restsüße im Sekt versteckt.
- 0-3 g Zucker per Liter: brut nature
- 0-6 g Zucker per Liter: extra brut
- 0-12 g Zucker per Liter: brut
- 12 - 17 g Zucker per Liter: extra trocken, extra dry, extra seco
- 17-32 g Zucker per Liter: trocken, dry, seco
- 32-50 g Zucker per Liter: halbtrocken, medium dry, demi-sec, semi seco
- über 50 g Zucker per Liter: mild, sweet, doux